Unser aktueller Film:

Mai 2012 15

Das Wort klingt irgendwie intellektuell, aber auch nach tanzenden, leicht bekleideten Frauen. Auf diese Weise beschreibt es sich selbst: Dinge die kaum zusammenpassen werden mit diesem Wort zusammengefasst. Meine eigene Wortschöpfung “Burtonesque” steht für die Stil eines der wohl stilprägendsten Regisseure der Kinogeschichte: Tim Burton. Der Mastermind hinter herrlich abgefahrenen Grusel-Grotesken wie “Beetlejuice”, “Sleepy Hollow”, “Edward mit den Scherenhänden”, “Mars Attacks!”, “Corpse Bride” und “Alice im Wunderland” ist zur Zeit mal wieder in unseren Kinos zu bestaunen. “Dark Shadows” heißt sein neustes Werk, sein 15. Spielfilm und schlägt voll in die Vampir-Kerbe, die zur Zeit voller Inbrunst bedient wird. Doch Burton wäre nicht Burton, wenn sein Blutsauger-Film nicht ohne schmalzige Liebesgeschichte auskäme und den Fokus eher auf de lustige Natur des Vampir-Seins legt: Ein Untoter wird nach 200 Jahren aus einem verschossenen Sarg befreit und muss sich nun im Jahr 1972 zurechtfinden. Ganz nebenbei beginnt die Hexe die ihn einst verfluchte erneut ihr Unwesen zu treiben.

“Dark Shadows” zeigt die 5 Punkte des Burtonesque mal wieder auf: Johnny Depp in der Hauptrolle (mittlerer Weile zum achten Mal), Helena Bonham-Carter in einer Rolle (sieben Mal), Christopher Lee (fünf mal), Musik von Danny Elfman (bis auf “Sweeney Todd” in allen 15 Filmen dabei) und die Welt in der alles spielt. Der visuelle Stil ist schwer zu beschreiben und doch erkennbar: Phantasievolle Welten, jedoch nicht ganz so gestört wie jene von Terry Gilliam, die sich immer eine gewisse Realität erhalten. Seine Welten sind bunt, oder gruselig, ohne dabei in den Horror abzurutschen. Seine Filme sind verspielt, aber nicht kindisch und in den meisten Fällen auch gar nichts für Kinder selbst. Wem diese Welten und die verrückten Geschichten innerhalb dieser gefallen, der wird Tim Burtons Filme lieben. “Dark Shadows” ist ein Paradebeispiel dafür. Der Film hat sicherlich so manche Schwäche, besonders das Ende kam etwas zu abrupt und Johnny Depps konfrontation mit der modernen Welt hätte an der ein oder anderen Stelle noch etwas ausgebaut werden können. Steilvorlagen gab es genug. Immerhin gibt es einen der wohl genialsten Gags der je in Verbindung mit einem McDonals-Werbeschild gemacht wurde zu bestaunen und die Verwunderung über “das wohl hässlichste Frauenzimmer überhaupt”, in Gestalt von Alice Cooper persönlich ist auch wunderbar anzusehen. Ingesamt ist dieser Film mal wieder wunderbar Burtonesque und für Fans der oben genannten Filme durchaus einen Kinobesuch wert. Und mit Kinobesuch meine ich nicht Klick im Internet.

Mai 2012 09

Eigentlich müsste man den heutigen Drehtag bereits mit Nummer Sieben betiteln, doch nachdem Drehtag 3 in Wasser und Wind fiel und Drehtag 6 nur 15 Minuten dauerte, will ich hier nicht sinnlos aus die Kacke hauen. Drehtag 5 also. Die beiden Sportatzen, die ich zuletzt vorgestellt hatte, sind zwar auch nach zwei Tagen nicht komplett abgedreht, dennoch musste etwas anderes ran. Also durfte ich mal wieder selbst vor die Kamera: Als durchgedrehter Wissenschafftler mit einem Bachelor in Wirtschaftsbiologie konnte ich mich mal wieder austoben. Auch hier wurde es aufwändiger als gedacht: Nur drei der zwölf Szenen konnten abgedreht werden, dafür aber die drei aufwändigsten. Der Rest sollte nächste Woche folgen, wenn alles klappt. Nach beinahe zwölf Stunden Arbeit bin ich fertig wie lange nicht mehr, aber auch ebenso glücklich. Unser gewachsener Anspruch lässt unser altes Arbeitstempo nicht mehr zu, aber das Resultat wird als Entschädigung dienen. Diesen Fortschritt haben wir glücklicher Weise im kompletten Team umgesetzt. Danny und Jan sind mittlerer Weile zu ähnlichen perfektionisten herangewachsen wie ich und auch Michael legt enorm viel Wert auf die darstellerische Seite. Es tut gut, wenn man am Set ist und keiner drängelt. Wenn die Arbeit auf diese Weise weitergeht, dann bin ich überzeugt, dass unser neues Projekt voller Begeisterung aufgenommen werden wird. Zum Inhalt haben wir euch bislang ja ziemlich im dunkeln gelassen, doch auch da werden wir in ein paar Wochen Licht reinbringen. Zur zusätzlichen Verwirrung gibt es hier noch ein paar neue Fotos:

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Mai 2012 08

Wenn ein Mensch unter eine Dampfwalze gerät, das weiß jedes Kind, ist er platt. Ihn wieder in die urspüngliche Form zurück zu führen, ist unmöglich. Eine Grundregel, die in Hollywood scheinbar noch nicht angekommen ist. Dieser Tage erleben wir es schon wieder, dass die Kinosäle einen flachen Film zeigen, der nachträglich aufgepumpt wurde. “The Avangers”, der bislang größte Einschlag in die Kinokassen überhaupt, wurde auf herkömmliche Weise gefilmt und dann am Computer in einen 3D-Film verwandelt. Nachträgliches 3D erkennt man daran: Ebene über Ebene. Es gibt nur Stufen: Ein Baum erscheint als eine Fläche, ein Gesicht, einfach jedes Objekt ist für sich. Das klingt scheisse? Jop, isses auch! Die Kameratechnik entwickelt sich explosionsartig, seit James Cameron seine blauen Katzen auf die Menschheit losließ, hat sich ein wahres dreidimensionales Fieber in den Kinos verbreitet. Doch was veranlasst die Produzenten dazu, dennoch ihre Filme nachträglich zu konvertieren? Der Kostenfaktor mag sicher eine Rolle spielen, doch hat man bei einem Budget von 220 Millionen Dollar nicht noch ein paar Millionen übrig um den Film gleich mit einer 3D-Kamera zu filmen? Es sähe doch gleich viel geiler aus, wenn Iron Man nicht wie ein beweglicher Pappaufsteller herumfliegt.

Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass man den Fehler begeht einen Film nachträgich zu konvertieren: John Carter musste dieses Jahr trotz 3D als Aufklappbuch enden; So Platt wie die Story und die Charaktere. “Alice im Wunderland” schaffte es vor zwei Jahren auf diese Weise sogar auf über eine Milliarde Dollar einnahmen; Das selbe schaffte der Zauberlehrling mit dem Opel-Logo auf der Stirn letzten Sommer.

Immerhin lernen wir auf diese Weise die wahre Kunst umso mehr lieben: Filme wie Avatar und Transformers 3 treten in ihrer beeindruckenden Dreidimensionalität (natürlich bezogen aufs Bild) umso mehr hervor, wenn man sie neben konvertierte Filme stellt. Da lobe ich mir doch die Herrn Jackson und Nolan: Ersterer kauft ein halbes Kamerawerk leer um den Hobbit in höchter Perfektion auf die Leinwand zu bannen und letzterer verzichtet auf das Gimmik und setzt den Fokus auf die Story selbst. Ich bin überzeugt, dass beide Filme absolute Meisterstücke werden. Egal ob 3D oder nicht. Aber bitte keine halben Sachen!

Mai 2012 02

Wong Kar Wai – Ein Name der dem geneigten Fan des Hong-Kong-Kinos geläufig ist wie Harald Schmidt dem deutschen Fernsehzuschauer. Herr Wai wurde jedoch bislang nicht abgesetzt; Wo wir auch schon bei den Fehlentscheidungen sind. Eine Kommilitonin bearbeitete mich fast zweieinhalb Jahre lang, ich solle mich mit dem Werk des großartigen Wong Kar Wai vertraut machen. Besonders “Fallen Angels” und “In the mood for love – Der Klang der Liebe” dürften in keiner Filmsammlung fehlen. Sie musste einfach Recht haben: Alle ihre Empfehlungen waren super. In allen Vorlesungen die ich neben ihr saß, bestanden meine Aufzeichungen lediglich aus einer großen Liste Filmtitel. Warum sollte diese Frau falsch liegen? Wie könnte jemand, der die selbe tiefe Liebe zu Alfred Hitchcock hegt auch nur um geringsten meinen Geschmack verfehlen?

Wenn ich diese Frau zu fassen kriege, dann prügel ich die eineinhalb Stunden, die ich vor dem Fernseher verrottet bin, aus ihr raus. “In the mood for Love” erzählt von einer Beziehung, die zwei Nachbarn miteinander aufbauen, als sie merken, dass ihre Ehepartner miteinander ein Verhältnis haben. Die Beziehung zwischen den beiden ist frei von Liebe und Zärtlichkeit. Zumindest bekommt der Zuschauer nichts davon mit. Also irgendwie ist es halt doch keine Beziehung… Es wird geredet, geredet und geredet. Zur Abwechslung werden Nudeln gegessen und dann wird noch mehr geredet, oder man sieht die Personen minutenlang durchs Zimmer starren; selbstverständlich mit dem Rücken zur Kamera.

Zu Beginn fand ich die Idee, hauptsächlich nur die Beine der Darsteller zu zeigen ganz interessant. Eine gewisse Ferne entsteht und somit auch ein noch größeres Unbehagen bezüglich der abartig hässlichen Wohngegend. Doch nach der fünften Minute reiner Arsch-Einstellungen geht auch das auf den Sack. Der Abend hatte mit “Ip Man” und “Der Fluch der goldenen Blume” sehr asiatisch und vor allem gut begonnen. Im dritten Film des Abends wünschte ich mir dann sehnlichst ein ähnliches Gestückel und Geschlachte wie im vorangegangenen Werk. Alle tot, Film vorbei – Happy End. Doch nein, der Film läuft und läuft. Im Gegensatz zu Federico Fellini benötigt Wong Kar Wai zwar eine drei Stunden um nichts zu erzählen, doch der Film kam mir dennoch ewig lang vor. So lang, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Film eingeschlafen bin. Wenn man sich drei Minuten lang Tapete und Frauenrücken anschauen muss, dann nickt man halt weg. Ip Man hätte dort mal ordentlich aufräumen sollen! Der langweiligste Film meines Lebens hinterlässt miese Laune. Stalker, Soylent Green, La Dolce Vita, Achteinhalb… Alles spannende Action-Thriller im Vergleich zu “In the Mood for Love”. Die IMDB sagt 8.1 von 10, wahrscheinlich sind die Leute gleich zu Beginn eingeschlafen. Da jedes Musikstück fünfzehnmal wiederholt wird, wird den meisten gar nicht aufgefallen sein, dass sie weggenickt sind. Ein weiterer Film auf meiner WTF-Liste der gefeierten Filme (Das W steht in diesem Fall für Why).

Apr 2012 25

Heute sollte es weitergehen mit den Dreharbeiten zu unserem neuen Werk. Sehr viel Text stand auf dem Programm und diesmal machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Obwohl es morgens kurz regnete, bestand unser Problem eher im starken Wind. Da wir unbedingt an einem Fußballplatz drehen mussten, gab es für uns keine andere Möglichkeit, als den Dreh abzubrechen. Wir hoffen nun, dass wir am Freitag mehr Glück haben werden. Den Drehort werden wir auch noch einmal wechseln. Um jedoch keinen völlig Inhaltsfreien Eintrag zu machen, gibt es hier erstmal zwei Bilder auf die Augen: Andy und Matze, zwei Fußballfans wie sie wohl jeder kennt. Auf dem zweiten Bild sieht man unsere Tonangelvorrichtung, die notwendig wurde, nachdem wir leider kurzfristig keinen Tonangler rankriegen konnten. Wir haben sie übrigens “Danny” getauft.

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Apr 2012 24

“Hey James, ich hab die Filmmusik soweit fertig. Was soll ich für den Abspann komponieren?” “Lass uns die Grundstimmung versauen und eine Pop-Ballade einspielen!” “Okay, ich ruf die Celine mal an, ob sie wieder Zeit hat” So oder so ähnlich stelle ich mir die Situation vor, in der James Cameron und James Horner sich im Jahr 2009 befanden. “Avatar” war ein genüsslicher Kinoritt: Pocahontas als Schlumpf und mit geiler Musik (auch wenn das originale Schlumpf-Thema nicht zu verachten ist). Doch im Abspann versucht Cameron den Erfolg von Titanic zu wiederholen und kracht eine Pop-Ballade auf die Tonspur. Und erinnert sich noch jemand an den Titel? Natürlich nicht: Celine Dions Titanic-Schnulze war ein Sonderfall. Ein Sonderfall der jetzt noch bei jedem Gedanken im Schritt drückt; in den Schnitten von Millionen von Männern.

Was treibt Filmemacher dazu, mit dem letzten Musikstück den Film zu entstellen? Es ist doch der Eindruck der am Ende bleibt, der entscheidet, ob der Kinozuschauer später die Bluray kauft. Was bleibt von einem Film wohl am Häufigsten im Kopf? Die Musik! Kann es also die Absicht eines Filmemachers sein, wenn ich bei “Krabat” an Klee’s “Allein Allein” denken muss? Einem Film der mir bis zum schluss gefiel, bis ein völlig deplatzierter Track über den Abspann gelegt wurde… Genauso gut hätte man den Abspann der Passion Christi mit AC/DCs Highway to Hell vertonen können. Annie Lennox’ “Into the West” gab mir das Gefühl, Frodo und seine Freunde seien gescheitert, so traurig machte mich der Abschied. Und James Horners gigantischer Titanic-Score führte mich so traumhaft durch den Film, dass ich am Ende keine Stimme in der Musik ertragen konnte. Vor allem nicht die Stimme einer kreischenden Kanadierin. Will man auf diese Weise den Verkauf der Musik ankurbeln? Den Künstlern eine Plattform bieten? Jetzt wo M-TV keine Musik mehr zeigt… Doch würde ich Lady Gagas Album kaufen, wenn sie mir im Abspann von Transformers 4 entgegenkreischen würde? Vermutlich nicht. Zu oft zieht einen der Abspann aus dem Film, oder zieht diesen gleich komplett ins Lächerliche: Wer kam bitte auf die Idee bei “Blood Diamond” mit einem Rap-Song zu schließen? Und der lächerlichste Fall von allen: “Das Urteil von Nürnberg”, der 1961 erschienene Justizthriller über die Prozesse gegen die Naziverbrecher, schließt allen Ernstes mit einem Männerchor der das Volkslied “Schwarz-Braun ist die Hasselnuss” schmettert: *Texteinblendung* “Keiner der Verbrecher ist noch in Haft.” *Hollaho, jogi jogidee Ha Ha Ha!* Auch ohne die Kenntnis über den Text und die Nutzung des Liedes innerhalb der Hitler-Jugend eine ziemlich verrückte Musikwahl.

Und deshalb: Lasst uns in Ruhe mit diesem Mist! Dreht den Score auf, lasst Gary Oldman eine Emotionale Rede halten und kickt dann Hans Zimmer in die Brüllwürfel! Auch gern ein letztes Wort von Johnny Depp und dann ab in die Credits! Pow voll in die Fresse! (ab 1:10 bitte die akustische Gerätschaft ausreizen)

SO muss sich der Einstieg in die Credits anhören! Wenn die Musik in den Köpfen der Zuschauer weiterläuft, dann geht das Filmereignis weiter. Übersetzt für die Produzenten: Dann läuft auch das Geld an der Ladentheke.

Apr 2012 17

Jeder der mein Zimmer betritt stellt mir die selbe Frage: “Wer is der Typ auf dem Bild?” “Buster Keaton” “Aha… Wer is’ das?” Nur der größte Stummfilmkomiker aller Zeiten. Der Mann der die lustigsten Filme der 1920er gedreht hat.

Das verunsicherte Gesicht das da von dem großen Popart-Bild in meinem Zimmer herunterschaut ist meine Antwort auf die Frage, ob man sich denn heute noch Stummfilme anschauen kann. Als ich 2009 begann mich auch mit der stummen Filmkunst zu befassen, war “The Great Stone Face” für mich ebenfalls ein Niemand (oh, wie sich meine Hände gerade gewehrt haben diese traurige Wahrheit zu schreiben…). Buster stand stets im Schatten des großen Charles Chaplin, obwohl besonders seine Kurzfilme um Weiten mehr Anspruch hatten als Chaplins Werke. Besonders wenn es um Action ging, konnte ihm höchstens noch Haroly Lloyd das Wasser reichen. Damals als die meisten Schauspieler ihre Stunts noch selbst vollführten und diese auch so fabrizierten, wie man es im Film zu sehen bekam, gehörte Keaton zu den wohl waghalsigsten im Filmgeschäft. 1917 kam Buster Keaton, von dem es nur einen erhalteten Film gibt, in dem er lacht, nach Hollywood und begann an der Seite von Roscoe “Fatty” Arbuckle Filme zu drehen. Erst als Nebendarsteller, dann in seinen eigenen Produktionen. Wie Chaplin begann auch er später Langfilme zu drehen und eins hatten diese immer gemeinsam: Keaton verschenkte nie einen Lacher und setzte auf fast jeden Gag noch einen drauf.

Denke ich an Keaton, so kommt mir unweigerlich seine berühmteste Szene aus “Steamboat Bill, Jr.” in den Sinn. Das Foto des Stummfilmstars der vor einer umfallenden Kulisse durch das Fenster stehen bleibt, dürfte wohl jeder kennen: (siehe Minute 1:40)

In “Seven Chances“, meinem persönlichen Lieblingsfilm aus Keatons Filmographie, rennt er vor einer Horde wütender Frauen davon – Eine Situation die völlig ausartet, bis er eine Gerölllawine auslöst, die ebenso absurd ist, wie die restliche Flucht:

Viele seiner Filme sind heute im Internet zu sehen, frei von Lizensrechten. Interessierte sollten sich definitiv einmal auf archive.org umschauen. Sobald man sich auf der Seite zurecht gefunden hat, wird man große Leinwandlegenden entdecken können. Aber auch YouTube bietet natürlich viele Filme. Die druntergelegte Green Day Musik kann man ja stumm schalten.

Meine persönlichen Empfehlungen für alle die sich mit Buster Keaton befassen möchten:
One Week (1920, 25 min, Buster kämpft mit den Tücken eines Fertigteilhauses)
The General (1926, 107 min, lässt sogar Chaplins Goldrausch wie eine Hinterhof-Produktion aussehen)
Sherlock Jr. (1924, 45 min, voller Visueller Effekte und einer der geilsten Verfolgungsjagden überhaupt (siehe hier))
Seven Chances (1925, 56 min, Buster hat bis 7 Uhr Zeit zu heiraten, sonst ist sein Erbe weg. Sieben Frauen kommen in Frage – Oder auch nicht.)

Apr 2012 14

Nachdem wir letzte Woche mit vergleichsmäßig einfachen Dreharbeiten in das neue Projekt gestartet sind, dachten wir uns, “Hey, lasst uns gleich den kompliziertesten Dreh ranhängen!” Gesagt, getan, erschöpft. Der längste Drehtag in unserer Teamgeschichte schlauchte ohne Ende. Bei den Dreharbeiten von “Zwei Donuts und NOCH ein Todesfall” gab es einen Drehtag, der von frühs um acht, bis Abends um acht ging. Diesmal starteten wir ebenfalls um acht und fuhren halb zwölf vom Platz. Was tut man nicht alles für die Kunst? Danny als durchgeknallter Glamrocker, Robin als hysterischer Regisseur, Rena als sexy Lady und Michael als Quoteninder: Doch diese Beschreibung klingt nur halb so beknackt, als es das Resultat sein wird! Außerdem stand Jan endlich mal wieder vor der Kamera und mit Sören Siegel haben wir einen neuen Mann vor die Linse bekommen, der uns richtig von den Socken gehauen hat. Nächste Woche sollen die Dreharbeiten weiter gehen. Doch bis dahin gibt es noch viel Arbeit im Schnitt und irgendwie sollte ich auch mal meine Bachelorarbeit fertig machen…

omgf!

Apr 2012 10

Ein großes Projekt wirft seinen Schatten voraus! Vergangenen Freitag begannen sie, die Dreharbeiten zu unserem neuen Filmprojekt. Michael und Danny standen vor der Kamera – Zum ersten Mal seit Drehschluss von “Zwei Donuts schlagen zurück” letzten Sommer und zum Ersten mal vor meiner neuen Kamera.

Wir waren extra mit einem einfachen Drehtag in die Produktion gestartet, um es ruhig angehen zu lassen. Obwohl wir an den wenigen Minuten Material den kompletten Tag gearbeitet haben, sind wir mit den Resultaten sehr zufrieden und hoffen, dass diese Zufriedenheit im Schnitt anhält. Bis Mai müsst ihr euch noch gedulden, bis wir die ersten Infos zum Projekt rausgeben. Aber zumindest ein paar Fotos werden in den kommenden Wochen folgen.

Apr 2012 05

Alljährlich findet in Wiesbaden die Filmwerkstatt der Jungen Filmszene statt. Dieses Jahr gibt es sogar einen Film von über einer Stunde zu sehen: “Zwei Donuts schlagen zurück” steht im Programm und ist damit mehr als doppelt so lang, wie der zweitlängste Film des Festivals. Wir freuden uns sehr über die Vorführung und sind gespannt auf die Reaktionen der Zuschauer. Die Indy-Filmer aus dem Erzgebirge laufen im hessischen Wiesbaden.

Alle Infos zum Programm und zur Werkstatt findet ihr auf der Website: 47. Werkstatt der Jungen Filmszene