Unser aktuelles Projekt:

Bald geht es los!

Über uns

The movie-goofs – die Film-Deppen. Allein die Vorstellung, dass sich ein Film-Kollektiv als Filmfehler bezeichnet, ist so verrückt wie die Gruppe selbst. Im Mai 2013 feierte das Team ihr zehnjähriges Bestehen. Jahre voller Film, Spaß und Arbeit.

Von Robin Höft

Mehr Informationen über die einzelnen Mitglieder gibt es hier.

2003 – 2004 Erste Gehversuche

Im Mai 2003 war ich gerade mal 15. Danny und ich machten oft verrückte Stunts auf meinen Gymnastikbällen und nahmen uns nun die Kamera meines Vaters zur Hand, um diesen Blödsinn festzuhalten. “Young and Hopeless” war geboren, zusammen mit den movie-dudes. Da wir aber lieber Filmdeppen, als Filmkumpel sein wollten, wurde das Ganze bald umbenannt. Das Resultat unserer ersten Gehversuche war nicht zuletzt wegen des primitiven Schnittes per Videorekorder unzumutbar. Der Humor war pupertär, der Ton grausam und mein Stimmbruch im Gange. Innerhalb der ersten eineinhalb Jahre gab es gerade mal diesen einen kurzen Film. Doch planten wir die gesamte Zeit an unserem ersten größeren Projekt…

2004 – 2006 Die Weltgeschichte

Die Idee entstand an einem Montag morgen in der Schule. Nach diesem Tag war der Lehhrgehalt des Unterrichts gleich Null, der Ideenzettel jedoch Randvoll. Die Dreharbeiten begannen im Sommer 2004. Im Herbst wurde das komplette Material durch einen Bandfehler zerstört und erst Weihnachten weitergemacht. “Die Weltgeschichte” nahm ganze zweieinhalb Jahre Arbeitszeit in Anspruch und feierte erst im November 2006 Premiere. Keifende Frauen die in König Salomos Kreidekreis ein Baby zerlegen, Moses der die Gebote zerschlägt, weil er Gottes Handschrift nicht lesen kann, Kaiser Karl dem die Kurfürsten wegsterben, Adolf Hitler der ausgerechnet zum Ruhetag putschen will und ein Mann, der die Berliner Mauer einreißt um vor David Hasselhoffs Musik zu entkommen. Die Ideen nahmen kein Ende und die Umsetzung war schlecht, aber der Film bot eine rießige Lernplattform.

2007 – Juli 2008 Der Abt von Selford Manor

60 Seiten Drehbuch, 27 Drehtage: Dieser Film stellte alle bisherigen Projekte in den Schatten. Das Drehbuch hatte ich bereits kurz nach der Insolvenz meines Ausbildungsbetriebes im Mai 2005 zu schreiben begonnen und die Darsteller suchten Henning und ich uns dann in unserer Abi-Klasse zusammen. Viele Fehler und zu viel Fäkalhumor schwächten dieses Projekt, auf dem so viel Potential lag. Weitere Probleme traten auf, als Danny die movie-goofs im Februar 2008 für mehrere Monate verließ und wir seine Rolle umbesetzen mussten. Der Film war unser Erster mit durchgehender Handlung und Drehbuch. Dass wir uns damit eigentlich übernehmen würden bedachten wir nicht, aber wir reiften unglaublich daran – Vielmehr als wir es an einem Kurzfilm gekonnt hätten.

August 2008 – 2011 Zwei Donuts – Das HD-Zeitalter

“Die Kamera macht so ein gutes Bild, da können wir totalen Mist drehen und es sieht gut aus!” Das war meine erste Aussage, als ich im Mai 2008 dem Team unsere neue JVC GZ-HD3-E vorstellte. Das teuerste Geburtstagsgeschenk das ich je bekommen hatte begleitete uns die nächsten drei Jahre. Das Nachfolgeprojekt des Abtes war einfach gestrickt und kurz gehalten: Zwei Cops, die kaum zusammenpassen, müssen einen Waffenhändler festnehmen. Dieser hat natürlich einen Schlägertrupp, der dann wunderbar vermöbelt wird. Klischee an Klischee. Selbst die Namen der Rollen waren Klischees! Doch der Film wurde ein weiterer großer Schritt. An den sechs Drehtagen wuchsen wir noch einmal so viel wie am Abt von Selford Manor. Der Fortschritt war eindeutig und sollte im Winter mit unserem ersten ernsten Film bestätigt werden: Spieluhr war ein kleiner Horrorfilm, der nach nur einem Drehtag abgebrochen und später eingestellt wurde. Das Drehbuch liegt noch immer in der Schublade und wartet auf seine Verfilmung.

Das neue Nachfolgeprojekt hieß “Zwei Donuts und NOCH ein Todesfall” und brach wieder alle Erwartungen. Der 48 Minütige Streifen wurde gefeiert und brachte uns enorm viel konstruktive Kritik ein, mit der wir gestärkt zu einen Filmprojekt gingen, dass uns neun Monate in Atem hielt: “Gefährliche Irrtümer” war unser erster ernster Film und erzählte die Geschichte eines jungen Mannes der alles verliert. Bei diesem Film war alles größer: Erstmals kam ein eigenes Mikro zum Angeln des Tons zum Einsatz, auch setzten wir hin und wieder so etwas wie Licht in die Szenen. Für die Premiere wurde extra ein Kinosaal gemietet und der Film kam ziemlich gut an. Noch lange nicht perfekt, aber schon wieder um Weiten besser als unser Vorgängerwerk hielt unser Aufwärtstrend an. Wird dieser nun anhalten? Das war die große Frage als wir das später von so vielen Problemen gebeutelte Finale der Donuts-Trilogie begannen…

August 2010 - Oktober 2011 – Zwei Donuts schlagen zurück

Eigentlich sollte es keinen dritten Teil geben, doch die Argumente waren zu gut. Jedoch ging von Anfang an alles schief: Terminüberschneidungen, Hauptdarsteller steigt aus, Drehorte platzen, Komparsen kommen nicht zum Dreh, anderer Hauptdarsteller krank, Auto kaputt. Viel mehr konnte kaum passieren. Der Film zerrte an meinen Nerven, doch das finale Resultat war so gut, dass der Vorwärtstrend auch bei unserem neusten Film zu sehen war. Das 66 Minütige Projekt wurde der gefeierte Abschluss der Trilogie und zog noch einmal alle Register. Mit diesem Film waren wir bei Deutschlands Amateurfilm-Elite angekommen. Nun musste die Professionalität wachsen und der Schritt in höhere Gefilde gewagt werden.

2012 – Der Flop “Grünberg”

Schon sehr lange spielte ich mit dem Gedanken mehr kurze Filme zu drehen um endlich ein größeres Publikum zu erreichen. YouTube bot dafür die perfekte Plattform und so entstand “Grünberg”, eine Sketch-Comedy die in einer fiktiven Stadt spielt. Ähnlich wie bei Little Britain zeigte die Serie meist wiederkehrende Charaktere und ihre alltäglichen Probleme und Marotten. Leider kam der Humor beim Publikum weniger an als erhofft. In internettypischer Manier wurden wir zerpflügt und besannen uns angestachelt von der Kritik zu unseren ursprünglichen Zielen: Spielfilme.

2013 – Der erste richtige Spielfilm

Seit unseren ersten Tagen war unser Ziel klar: Wir wollten große Filme drehen. Das Jahr 2013 war unser nach augenscheinlich unproduktivstes Jahr seit den Anfangszeiten der movie-goofs. Doch intern begannen wir die Planung unseres größten Projektes überhaupt. Die bislang unbetitelte Komödie, an der ich wohl weit über ein Jahr geschrieben habe, soll im Frühjahr 2014 verfilmt werden. Hinter der Kamera wird sich unser Team dann mehr als vervierfacht haben und auch vor der Kamera werden nur wenige altbekannte Gesichter übrig bleiben. Wir knüpfen dort an, wo wir mit Zwei Donuts schlagen zurück aufgehört haben und ihr könnt gespannt sein. Es wird Groß!