Mai 2012 29

Pfingsten fand sie endlich statt: Die 47. Werkstatt der jungen Filmszene. Voller Vorfreude stiegen wir in den Partybus und fuhren nach Wiesbaden. Was würde uns erwarten? Kulturschock im Herzen Deutschlands? Ausgestattet mit jeder Menge guter Laune begann das Wochenende mit gemischten Gefühlen für mich: Die meisten Filme dort (immerhin um die 80) waren den Donuts technisch überlegen. Wie würde das Publikum dann Sonntag Abend auf uns reagieren? Doch die Angst war so unbegründet wie ein Oscar für Uwe Boll, denn der Film kam so gut an, dass ich mich selbst schon fragte, ob wir den Selben geschaut hatten. Als Macher konnte ich mal wieder nicht loslassen und analysierte meinen Film in jeder Szene, schrieb im Kopf das Drehbuch um. Mein Herz schlug zu Beginn im Takt der Eröffnungsmusik des Films und beruhigte sich zunehmend: Szenenapplaus, lautes Gelächter, weinende Augen – Unser Film schlug ein, wie kaum ein Anderer. Als einer der wenigen Filme im Programm die komplett ohne Fördermittel von Filmförderungen, Schulen, etc., entstanden, sind wir mal wieder umso stolzer, dass wir das ganze durchgezogen haben. Den technischen Rückstand haben wir bereits bei unserem aktuellen Projekt fast aufgeholt und werden diesen auch bald präsentieren können.

Wir haben massig nette Leute kennen gelernt und planen bereits Filmprojekte mit sechs anderen Filmemachern. Das Festival war wie eine Klassenfahrt für uns und die meisten Anwesenden. Die folgenden Fotos können das wohl am besten beschreiben. Eins steht jedenfalls jetzt schon fest: Nächstes Jahr wollen wir wieder dabei sein!

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